Niederrhein, Februar 2026 – In europäischer Mission ist Britta Alfes in Neu-Delhi unterwegs gewesen. Die Geschäftsführerin der Lackwerke Peters hat am EU-Indien-Wirtschaftsforum in Delhi teilgenommen. Auf dem Gipfel in der indischen Hauptstadt ging es darum, die Marktzugänge zu erweitern und die Beziehungen zwischen Europa und Südasien zu stabilisieren. Als mittelständisches Familienunternehmen vom Niederrhein, das hochspezialisierte Beschichtungen für die Elektronik-Industrie entwickelt und produziert, sind für Peters robuste Lieferketten und verlässliche Rahmenbedingungen von entscheidender Bedeutung.
Nur wenige Stunden zuvor hatten auf gleicher weltpolitischer Bühne die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, und der indische Premierminister Narendra Modi die politische Einigung über den Abschluss der Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien bekannt gegeben.
„Ich spreche im Namen vieler kleiner und mittlerer Unternehmen aus der europäischen Elektronik-Industrie. In der Diskussion um widerstandsfähige Lieferketten spielen KMU eine zentrale Rolle. Sie sind hochinnovativ und international vernetzt, gleichzeitig aber auch besonders abhängig von berechenbaren und verlässlichen Rahmenbedingungen“, sagte Britta Alfes beim Roundtable-Gespräch im Bharat Mandapam, einem der größten indischen Kongresscenter, das in seiner Architektur Kontinuität, Offenheit und Dialog widerspiegelt.
Die Peters-Geschäftsführerin betonte, dass aus europäischer Sicht Resilienz durch langfristige Partnerschaften, transparente Regeln und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden muss. „Hier ist Südasien ein strategischer Partner für die europäische Industrie“, so Britta Alfes. Peters arbeitet seit vielen Jahren in Indien in mehreren Regionen des Landes mit lokalen Partnern zusammen.
Ein Meilenstein für fast zwei Milliarden Menschen
Die Einigung auf ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sei, so Britta Alfes, ein Meilenstein und für fast zwei Milliarden Menschen ein Signal für gute Wirtschaftsbeziehungen, Wachstum und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Vor dem Hintergrund der aggressiven Zoll- und Handelspolitik der USA und dem zunehmenden Machtstreben Chinas gilt das Abkommen als geopolitisch bedeutsamer Schritt.
Mit Blick auf zukunftsorientierte technologiegetriebene Wertschöpfungsketten gibt es aus Peters-Sicht Potenzial für langfristige Zusammenarbeit, Innovation und nachhaltiges Wachstum. „Wie kann die Zusammenarbeit zwischen der EU und Indien weiter vertieft werden, um insbesondere für technologieorientierte KMU langfristige Investitions- und Planungssicherheit zu schaffen?“ So lautete die abschließende Frage von Britta Alfes im Bharat Mandapam an das Podium aus mehreren 100 Vertretern aus Wirtschaft und Politik. „Wir sind stolz darauf, Teil dieses Dialogs gewesen zu sein, und bedanken uns für die Möglichkeit, unsere Perspektive einzubringen.“
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In der ersten Reihe:
Britta Alfes (4.v.l.) beim Business Forum India-EU in Delhi, in der Mitte in Blau Ursula von der Leyen.
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Peters-Geschäftsführerin Britta Alfes.
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